Die Entdeckungen in und um Knausi



Nachdem wir Knausi abgeholt hatten und er eine lange Fahrt hinter sich hatte waren wir gut bei uns zuhause angekommen. Als wir Knausi dann in der Einfahrt stehen hatten wurde mir erst klar wie gross Knausi in wirklichkeit war. Die Einfahrt war quasi voll. Meiner Frau gefiehl der Anblick überhaupt nicht. Mir schon :)


Dann wagte ich mich mal ins innere um mir Knausi mal genauer anzuschauen. Schon beim ersten Anblick sah ich dass ich viel Arbeit und Zeit investieren müsste um Knausi wieder fit für die Reisen zu machen. Die folgenden Bilder zeigen die Wand im Badezimmer. Diese Wand war völlig aufgelöst und musste komplett erneuert werden. Da das Wasser oben zum Dach reinlief und nichts unternommen wurde, war der Boden an dieser Stelle natürlich auch sehr schlecht und musste über eine Breite von 50 cm erneuert werden. Details dazu kommen auf der Seite Wiederaufbau.


Bilder


Nachdem ich dann die Wand im Bad gesehen hatte und mal kurz dran gezogen hatte, schaute ich mir die Decke mal an und mir wurde klar, auch Die sieht nicht mehr sehr gut aus und muss zum Teil erneuert werden (war leider ein kleiner Denkfehler. Teilweise reichte nicht sondern die ganze Decke musste neu gemacht werden. Lediglich 3 Latten konnten bleiben.) Folgende Bilder zeigen die Decke



Und so wurde Knausi langsam zu einer Riesenbaustelle auf welcher immer neue Schäden auftauchten. (Ich liebte Ihn trotzdem vom ersten Augenblick an)


Ich habe dann angefangen die Wände zu öffnen um mir mal einen Einblick in die Schwere des Wasserschadens zu machen. Aus einem vermeintlich kleinen Wasserschaden (so sah es für mich als Laie zu dem Moment aus) wurde sehr schnell eine halbe Wand die komplett neu aufgebaut werden musste. Also schnell den Anhänger ans Auto gehängt und ab in den Baumarkt um Holz zu besorgen. Im Baumarkt gab es aber kein passendes Holz. Habe dann trotzdem ein Päckchen Latten mitgenommen im Glaube damit kannst du schon was erreichen. Sind jetzt als Späne verarbeitet worden. Dann noch zu den Klebstoffen. Ein Polymerkleber musste her (habe ich im Vorfeld in mehreren Facebook Gruppen gelesen. Also schnell zwei Tuben mitgenommen. Dachte noch so bei mir dass man damit weit kommen müsste. Was soll ich sacgen. Die Tuben waren leer bevor ich wirklich angefangen hatte.


Nachfolgend noch ein Paar Bilder der offenen Wände.



Nach kurzer Zeit war Knausi dann leer und die originalen Schränke und Wände waren alle draussen. Leider konnten sie durch den enermen Wasserschaden nicht mehr verwendet werden. Da es ziemlich langer Winter war, gingen die Arbeiten nur schleichend voran. Somit lief das Wasser munter weiter von Oben durch Knausi hindurch um am Boden wieder rauszulaufen.


Als das Wetter dann wieder besser wurde habe ich mal den Boden solange weiter geöffnet bis ich auf festes trockenes Holz kam. Am Anfang war das ganze jedoch nicht so einfach, weil dies mein erster Wohnwagen überhaupt war und noch nie was an so einem Teil gearbeitet hatte. Durch gute Foren und FB-Gruppen habe ich aber viel Unterstützung bekommen und habe sehr viel dazu gelernt.


Auf den folgenden Bildern siehst du dann wie ich den Boden erneuert habe.



Dann ist mir auch noch aufgefallen dass die gesamten Keder- und Eckleisten lose waren und die Schrauben total verostet waren. Also blieb nur eins. Die Schienen abmachen und neu eindichten. Dazu musste ich dann erstmal neue Dichtungen bestellen. Als die Dichtung dann eingetroffen war wollte ich die Eckleisten schnell mit meinem besten Freund, dem Raoul, abmontieren und die neuen Dichtungen auflegen und die Leisten wieder festschrauben. Leider hat sich das als schwieriger herausgestellt als gedacht. Nach gefühlten 100 Bohrern (können auch 10 gewesen sein) haben wir es aufgegeben und die Leisten waren immer noch nicht ab. Habe mich dann mal in einer FB Gruppe schlau gemacht und bekam einen super Tip. Mit dem Dremel und dünner Trennscheibe einen Schlitz in die Schraube schneiden und mit dem Schlitzschraubendreher rausdrehen. Bei denen es nicht geklappt hat sie rauszudrehen habe ich sie vorsichtig mit dem Dremel ganz weggeschliffen. Das abmontieren der beiden Eckleisten hat ungefähr einen ganzen Tag gedauert. Da das alte Holz nicht mehr überall gut war habe ich jeweils zwischen zwei alte Schraubenlöcher ein neues gebohrt und dann in jedes Loch eine Edelstahlschraube, welche mit Dekaseal beschmiert war, eingedreht. Hällt jetzt bombenfest. Die Montage der Eckleisten war in ein Paar Stunden erledigt. Am gleichen Abend kam dann auch gleich der Test ob alles dicht sei. Es gab nämlich ein kräftiges Gewitter. Regen tropfte aber seitdem nur noch durch die Löcher im Dach. Die Kanten waren nun dicht. Ein echtes Erfolgserlebnis.


Anbei siehst du noch ein paar Bilder von den abgemachten Eckleisten und den Kanten des Wohnwagens.